Kurz gesagt: Die besten Tage für ein Webinar sind Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Die besten Zeiten sind 10–11 Uhr und 13–14 Uhr in der jeweiligen Zeitzone deiner Zielgruppe. Donnerstag liegt bei der Teilnahmequote leicht vorne. Lies weiter für Empfehlungen nach Zielgruppe, Zeitzone und Eventformat.
Du hast die Folien erstellt, die Speaker gebucht und die Plattform eingerichtet. Aber wenn du dein Webinar zur falschen Zeit planst, bringt dir das alles nichts. Das Timing hat direkten Einfluss darauf, wie viele sich anmelden, wie viele tatsächlich teilnehmen und wie engagiert sie während des Webinars sind.
Dieser Leitfaden zeigt dir die besten Tage, Zeiten und Strategien für die Planung von Webinaren im Jahr 2026 – basierend auf Daten aus Branchenbenchmarks und Plattformstudien.
Inhaltsverzeichnis
Beginnen wir mit den wichtigsten Zahlen.
Untersuchungen verschiedener Plattformen zeigen durchgängig, dass Dienstag, Mittwoch und Donnerstag die besten Tage für Webinar-Teilnahmen sind. Hier die Rangfolge:
Donnerstag – Konstant der leistungsstärkste Tag in den meisten Studien. Die Teilnehmenden sind in der Arbeitswoche angekommen, haben wichtige Aufgaben erledigt, sind aber noch nicht im Wochenendmodus.
Dienstag – Ein starker zweiter Platz. Die meisten sind durch die E-Mail-Flut und Meetings vom Montag durch und eher bereit, sich Zeit für ein Webinar zu nehmen.
Mittwoch – Klassischer Wochenmittelpunkt. Funktioniert besonders gut für B2B-Zielgruppen in strukturierten Arbeitsumfeldern.
Freitag – Für manche Zielgruppen überraschend okay, aber riskant. Nach dem Mittag lässt die Energie nach, viele machen früher Schluss oder sind gedanklich schon im Wochenende.
Montag – Meist der schwächste Werktag. Viele sind mit Planung, Abstimmung und internen Meetings beschäftigt – Webinare haben es schwer, sich durchzusetzen.
Wochenenden – Für B2B-Webinare klar vermeiden. Für B2C, Bildung oder Hobby-Themen kann es funktionieren – aber nur, wenn du es mit deiner Zielgruppe getestet hast.
Die Branchen-Daten sind sich einig: Später Vormittag und früher Nachmittag sind ideal.
10–11 Uhr (lokale Zeit) – Der Arbeitstag läuft, E-Mails sind erledigt und die Aufmerksamkeit ist hoch. Besonders effektiv für B2B-Zielgruppen.
13–14 Uhr (lokale Zeit) – Nach dem Mittagessen, noch vor dem Nachmittagstief. Daten von ON24 zeigen, dass Webinare um 11 Uhr und 14 Uhr die höchsten Teilnahmequoten erzielen.
12 Uhr – Funktioniert für kürzere Sessions (ca. 30 Minuten), die gut in die Mittagspause passen. Für längere Formate eher ungeeignet.
Ab 15 Uhr – Engagement nimmt deutlich ab. Viele sind im Abschlussmodus, multitasken oder schalten mental ab.
Vor 9 Uhr – Für die meisten Zielgruppen zu früh – ausser bei bewusst gewählten globalen Zeitfenstern.
Der wichtigste Punkt: „lokale Zeit“.
Ein Webinar um 10 Uhr funktioniert, weil es in den Tagesablauf deiner Teilnehmenden passt – nicht wegen deiner eigenen Uhrzeit. Wenn deine Zielgruppe in London sitzt, zählt 10 Uhr GMT. In New York ist es 10 Uhr EST.
Nicht alle Zielgruppen folgen denselben Mustern. So passt du dein Timing je nach Publikum an:
Das ist die am besten untersuchte Zielgruppe – und die Daten sind eindeutig:
Beste Tage: Dienstag bis Donnerstag
Beste Zeiten: 10–11 Uhr und 13–14 Uhr
Vermeiden: Montagvormittag (viele Meetings), Freitagnachmittag (geringe Konzentration), alles nach 16 Uhr
Angestellte arbeiten meist in festen Strukturen. Am späten Vormittag sind sie durch E-Mails durch, aber noch nicht tief in Projekte eingebunden. Der frühe Nachmittag bietet ein frisches Zeitfenster nach dem Mittagessen. Genau dann sind auch Entscheider – also die wichtigsten Teilnehmenden – am ehesten verfügbar und aufmerksam.
Freelancer und Solo-Gründer folgen selten klassischen 9-to-5-Zeiten. Ihre Tagesstruktur ist flexibler und stark unterschiedlich.
Beste Zeiten: 15–17 Uhr (nach konzentrierter Arbeit) oder 18–19 Uhr (nach Geschäftszeiten)
Beste Tage: Unter der Woche, mit mehr Flexibilität
Beachten: Spätere Zeitfenster, die nicht mit Kundenarbeit oder Fokusphasen kollidieren
Für diese Zielgruppe können Abend-Webinare oft besser funktionieren als Termine tagsüber – besonders bei edukativen oder Community-getriebenen Inhalten statt reinen Sales-Formaten.
Hier bestimmen Stundenpläne und Lehrverpflichtungen den Tagesablauf.
Beste Zeiten: 18–20 Uhr an Werktagen oder 10–12 Uhr am Wochenende
Beste Tage: Dienstag bis Donnerstag abends, Samstagvormittag
Vermeiden: Vormittage und frühe Nachmittage unter der Woche (Unterrichtszeiten)
Für Weiterbildungs- oder Karriere-Webinare schneiden Abendtermine bei dieser Zielgruppe konstant besser ab.
Diese Zielgruppe hat feste, patientenorientierte Zeitpläne, die schwer zu unterbrechen sind.
Beste Zeiten: Früh morgens (7–8 Uhr vor der Sprechstunde) oder abends (19–20 Uhr nach Praxisende)
Beste Tage: Mitte der Woche
Wichtig: On-Demand-Aufzeichnungen sind entscheidend – Live-Teilnahmen bleiben oft begrenzt
Hier wird die Planung anspruchsvoll. Es gibt keine einzelne Uhrzeit, die weltweit für alle passt.
Wenn sich deine Zielgruppe auf zwei Hauptregionen verteilt, solltest du ein Zeitfenster wählen, das für beide Seiten gut funktioniert:
US-Ostküste + Westeuropa
10 Uhr EST / 15 Uhr GMT / 16 Uhr CET – das am häufigsten genutzte globale Zeitfenster
US-Westküste + US-Ostküste
11 Uhr PST / 14 Uhr EST – deckt die USA gut ab
Europa + Asien
9 Uhr GMT / 17 Uhr SGT – europäischer Vormittag trifft auf asiatischen Spätnachmittag
USA + Asien
Mit einer einzigen Session kaum sinnvoll abbildbar. Hier brauchst du zwei Termine oder On-Demand.
Für wirklich globale Zielgruppen ist die beste Strategie:
On-Demand ist kein Kompromiss, sondern eine bewusste Strategie. Viele Teilnehmende schauen Inhalte lieber dann, wenn es ihnen passt – und engagieren sich oft stärker, weil sie sich aktiv für den Zeitpunkt entschieden haben.
Webinare und virtuelle Events folgen unterschiedlichen Timing-Logiken. Ein Webinar dauert in der Regel 30–60 Minuten und besteht aus einer einzelnen Session. Ein virtuelles Event kann sich über mehrere Stunden oder sogar Tage erstrecken.
Bei virtuellen Events ist die Startzeit weniger entscheidend als Struktur und Ablauf:
Halbtägige Formate funktionieren besser als Ganztagesevents
Ein 3–4-stündiger Block am Vormittag mit Pausen lässt sich deutlich leichter einplanen als ein 8-Stunden-Marathon.
Pausen alle 60–90 Minuten sind essenziell
Studien zeigen klar: Fehlende Pausen sind der grösste Treiber für Ermüdung bei virtuellen Events.
Verteilung auf mehrere Tage funktioniert gut
Ein zweitägiges Event mit Sessions am Vormittag ist oft erfolgreicher als ein einzelner, langer Eventtag.
Die Startzeit sollte sich an deiner grössten Zielgruppe orientieren
Wenn z. B. 60 % deiner Teilnehmenden in Europa sitzen, starte um 9–10 Uhr CET.
Auch die Jahreszeit spielt eine wichtige Rolle:
Januar – Höchste Teilnahmequoten: Neue Ziele, frische Budgets und hoher Lernfokus
September – Starker Neustart nach der Sommerpause
Juni bis August – Schwächere Teilnahme durch Urlaubszeit und reduzierte Verfügbarkeit
Dezember – Schwieriger Monat, ausser für Jahresrückblicke oder Planungsformate
Wenn du ein grösseres virtuelles Event planst, sind Q1 und der frühe Q4 die stärksten Zeitfenster.
Für eine vollständige Anleitung zur Planung virtueller Events, siehe unseren Artikel zur Eventplanung.
Diese Frage kommt ständig auf – und die Antwort hängt stark von Format und Ziel ab.
30–45 Minuten – Der Sweet Spot für die meisten Webinare. Genug Zeit, um ein Thema sinnvoll zu behandeln, und gleichzeitig kurz genug, um die Aufmerksamkeit zu halten. Ideal für Produktdemos, Thought Leadership und Lead-Generierung.
45–60 Minuten – Gut geeignet für tiefere Inhalte, Panels oder Sessions mit umfangreicher Q&A. Länger als 60 Minuten solltest du nur gehen, wenn deine Zielgruppe sehr engagiert und bewusst dabei ist.
15–20 Minuten – Perfekt für Micro-Webinare: kurze Tipps, Produkt-Updates oder Ankündigungen. Besonders effektiv bei vielbeschäftigten B2B-Zielgruppen.
90+ Minuten – Nur sinnvoll für Zertifizierungen, praxisorientierte Workshops oder Formate mit mehreren Speakern. Plane hier unbedingt mindestens eine Pause ein.
Daten aus verschiedenen Studien zeigen ein klares Muster:
Die Aufmerksamkeit sinkt spürbar nach etwa 30 Minuten – und bricht nach 60 Minuten deutlich ein. Wenn dein Webinar länger als 45 Minuten dauert, hat der letzte Teil deutlich weniger aktive Teilnehmende als der Anfang.
Die Lösung ist nicht immer „kürzer machen“, sondern interaktiver gestalten:
So kannst du die Aufmerksamkeit immer wieder neu aktivieren und die Engagement-Rate deutlich steigern.
Diese Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber unterschiedliche Dinge – und auch das Timing unterscheidet sich entsprechend.
Ein Webinar ist in der Regel eine einzelne, präsentationsbasierte Session. Eine oder mehrere Personen präsentieren vor einem Publikum, das über Chat, Umfragen und Q&A interagiert. Webinare dauern meist 30–60 Minuten und dienen dazu, Wissen zu vermitteln, Leads zu generieren oder ein Produkt zu demonstrieren.
Ein virtuelles Event ist ein übergeordneter Begriff. Es kann Webinare beinhalten, aber auch Workshops, mehrspurige Konferenzen, Networking-Sessions, Produktlaunches oder hybride Formate mit Präsenz- und Online-Anteilen. Virtuelle Events dauern oft mehrere Stunden oder Tage und erfordern eine komplexere Organisation.
Webinare – Optimiere die eine Startzeit für deine Zielgruppe
Virtuelle Events – Optimiere Struktur, Session-Längen und Pausenrhythmus über den gesamten Event hinweg
Beide Formate profitieren von On-Demand-Aufzeichnungen, um auch diejenigen zu erreichen, die beim Live-Termin nicht teilnehmen konnten.
Die oben genannten Daten geben dir eine gute Orientierung – aber deine Zielgruppe ist einzigartig. So findest du heraus, was wirklich funktioniert:
Veranstalte dasselbe Webinar zu zwei unterschiedlichen Zeiten und vergleiche:
Schon ein einziger Testdurchlauf kann Muster zeigen, die allgemeine Benchmarks nicht abbilden.
Wenn du bereits Webinare durchgeführt hast, sind deine eigenen Daten besonders wertvoll. Achte auf:
Klingt simpel, ist aber effektiv: Eine einzige Frage im Anmeldeformular („Welche Zeit passt dir am besten?“) liefert direkt verwertbare Insights. Wenn z. B. 70 % Vormittagstermine bevorzugen, ist das aussagekräftiger als jede Studie.
Deine Webinar-Plattform sollte Tests möglichst einfach machen. Funktionen wie integrierte Analytics, Aufzeichnungen für On-Demand-Nutzung und flexible Terminplanung helfen dir, ohne zusätzlichen Aufwand zu experimentieren.
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